
Von den 4 Halbfinalisten gab es nur ein Team welches nicht mit Pro B, Pro A oder BBL Spielern antrat und das waren unsere Jungs. Namen wie Tim Schwartz (Gießen 49ers - BEKO BBL), Nick Larsen (SOBA Dragons Rhöndorf – PRO A) sowie Marian Schick und Kristian Kuhn (beide Ehingen – PRO B) standen auf dem Feld. Nach den Ausfällen von Daniel Krausche, Rico Witschas und Matt Dlouhy vor dem Turnier verletzte sich auch noch Coach René Schilling beim Abschlusstraining.
Der nächste Schock folgte im ersten Spiel gegen die Uni Hohenheim, als sich Guard Valentin Lüdenbach schwer am Rücken verletzte und sofort in Krankenhaus eingeliefert wurde. Doch auch ohne den Aufbauspieler wurde das Spiel mit 77:50 gewonnen. Man merkte dem Team allerdings an, dass man nie gemeinsam trainierte. Im 2. Spiel des Tages traten die Unibasketballer erneut gegen Hohenheim an. Da der direkte Vergleich schon so gut wie gewonnen war, ließ man es sehr gemächlich angehen. Hohenheim konnte wegen zweier verletzter Spieler nur noch zu fünft antreten. Am Ende stand ein 67:24 für das Team der BTU. Am Abend feierte man mit guten alten Bekannten aus vielen der Teilnehmerunis. Nach einem Besuch im Krankenhaus kam aber auch die traurige Gewissheit, dass Valentin das Team in diesem Jahr nicht mehr unterstützen können wird.
Am nächsten Morgen sagte dann noch Marcel Kastor ab und das Knie von Flügelspieler Ivo Jurrmann schmerzte ebenfalls. So trat die BTU mit nur noch 8 vollständig gesunden Spielern an. Im Halbfinale traf man auf die einst reine Spaßtruppe aus Landau. Einige in Brandenburg bekannte Gesichter führten das Landauer Team an. Benny Blank (ehem. Lok Bernau), Mucheba Zimba (ehem. Stahnsdorf) sowie Pointguard Nick Larsen waren mit ihrer Manschaft an diesem Tag eine Nummer zu groß für unsere MAnnschaft. Mit 64:53 ging das Spiel nach Rheinland-Pfalz. Im zweiten Halbfinale setzte sich Titelverteidiger Kaiserslautern gegen Koblenz durch.
Im Spiel um Platz 3 führten die Cottbuser schnell und schienen das Match beruhigt nach Hause zu bringen, bis Center Stephan Böttcher zum Aufbauspieler mutierte und sofort den Ball verlor. Diese und einige andere Szenen sorgten für Schmunzeln bei den Fans und beim Gegner. In der Verlängerung genügte ein kurzer Sprint, um sich mit ein paar Punkten abzusetzen. 44:40 hieß es am Ende (4 mal 5 Minuten) und die Cottbuser feierten die sechste Medaille in den letzten 6 Jahren. Alles begann im Übrigen im Sommer 2005 mit einem 3. Platz in Kaiserslautern. Gleichzeitig war es das letzte Spiel im Trikot der BTU für den jahrelangen Kapitän Sebastian Tempel. „Ich freue mich sehr, dass wir noch einmal Bronze gewinnen konnten. Wenn man bedenkt wer bei uns alles nicht dabei war, dann darf sich jeder auf das nächste Jahr freuen. Da werden wir wieder auf Tour gehen, um den Pott zu holen“ sagte Tempel.
Einmal mehr zeigte sich, dass der Stellenwert der „kleinen“ deutschen Hochschulmeisterschaft immer mehr steigt. Teams rüsten für dieses Turnier auf und Bundesligaspieler sind bereit mitzuspielen und für ihre Hochschule zu kämpfen. Umso höher ist der Erfolg des BTU Cottbus Basketballteams zu bewerten, dessen beste Spieler in der vergangenen Saison Landesliga spielten.
Die WHITE DEVILS gratulieren dem Team und wünsch en allen Versehrten gute Besserung.
Für die BTU spielten:
Prof. Eike Albrecht, Ivo Jurrmann, Rocco Pietsch, Stefan Peplowsky, Andrzej Wilczewski, Marcel Kastor, Alexander Teller, Valentin Lüdenbach, Stephan Böttcher, Tim Michel und Sebastian Tempel.