
Durch Verlegungen standen die Teufel in den vergangenen zwei Monaten nur zweimal auf dem Parkett. Nur so ist zu erklären, dass die eigentlich klar favorisierten Cottbuser gegen Halle nach einem katastrophalen ersten Viertel sogar mit 13:14 zurücklagen. Mangelhaftes Passspiel, fehlende Bewegung auf dem Feld, schlechte Wurfquote... es passte einfach nichts bei den Devils. Coach René Schilling wollte den fehlenden Rhythmus aber nicht als alleinige Ausrede gelten lassen: "Wir sind das Team mit den Profis. Und wir wollen Meister werden. Dafür muss ich aber konzentriert und fokussiert sein. Aber das waren wir heute nicht. Positiv war: Wir haben schlecht gespielt – und trotzdem gewonnen."
Etwas besser dann das Bild im zweiten Viertel. Hier waren es vor allem Kapitän Thomas Krausche und der US-Amerikaner Matt Dlouhy, die das Spiel drehten und eine Halbzeitführung von 34:23 herauswarfen.
Auch im dritten Viertel entwickelten die Teufel auf dem Parkett nie die Klasse, die sie in der Liga zu einer Bilanz von 12:1-Siegen geführt hat. Vor Beginn des letzten Spielabschnittes führten die Cottbuser mit 59:41.
Wer unter den Fans jetzt auf einen Endspurt gehofft hatte, wurde enttäuscht. Weiterhin waren viele Fehler zu sehen. Am Ende gewannen die Cottbuser auch dank stark abbauender Hallenser mit 71:56. Coach Schilling fordert für die nächste Partie am kommenden Woche bei der BG Zehlendorf eine deutliche Steigerung: "Unser 12 Siege muss ich vorher ausblenden. Es zählt nur der Moment. Sonst setzen wir uns mit jeder Niederlage wieder mehr unter Druck."
Bester Werfer für Cottbus waren die US-Amerikaner Matt Dlouhy und Darren Stackhouse mit jeweils 19 Punkten.